Das kubanische Volk ist Meister im Schlangestehen. Touristen werden dabei meist nach vorn gelassen, zum Beispiel an Geschäften, wo man mit Dollar bezahlt. Muss man sich doch einmal anstellen, so fragt man „¿El Último?“. Damit erkundigt man sich nach dem Letzten in der Reihe, hinter den man sich dann anstellt.
An diesem Tag beginnt für das Mädchen, nach spanischer Tradition, das heiratsfähige Alter. Meist sparen die Eltern der Quinceañera jahrelang um ihr die Möglichkeit zum Feiern diese Festtages zu geben. Dieser Tag läuft so ab, dass die junge Dame am Morgen zuerst zum Frisör geht. Danach zieht sie ein Prinzessinnenkleid aus Spitze an, welches zumeist geliehen wird. Anschließend fährt die Familie in einer amerikanischen Limosine in ein gutes Hotel oder eine elegante Villa. Dort wartet bereits ein Fotograf, der einige Aufnahmen macht, während häufig Passanten stehenbleiben um das Spektakel zu beobachten. Abends beginnt dann die eigentliche Feier, auf der alle Verwandten und Freunde der Quinceañera geladen sind um mit ihr ein rauschendes Fest zu feiern, das mit sehr viel Rum und Bier begangen wird.
Auch auf Kuba kann man den angenehm süßen Geschmack der Früchte mit dem hellorange bis rosa Fruchtfleisch genießen. Man sollte aber wissen, dass die Frucht auf dem Inselstaat "Fruta Bomba" heißt. Mit dem Begriff "Papaya" sollte man dort nicht unnötig um sich werfen – denn das Wort gilt als eine obszöne Bezeichnung für Vagina.
Die Frucht des Manchinilbaumes hat eine täuschende Ähnlichkeit mit der des Apfelbaumes. Die kubanische Frucht wächst häufig an Stränden und ist sehr giftig. Daher kommt auch die Bezeichnung "Todesapfel". Von dem abgesonderten Sekret der Früchte und Blätter kann man Hautausschlag bekommen.
Diese Pflanze wird nur fälschlicherweise als Palme oder als Baum bezeichnet. Eigentlich ist sie, botanisch gesehen, eine mehrjährige botanische Pflanze. Sie hat kahnförmige Blätter, in denen sich das Regenwasser sammelt. Daher auch der Name "Baum der Reisenden": es heißt, dass das angesammelte Wasser so manchem Reisenden das Leben gerettet haben soll. Der Baum hat einen palmenähnlichen Stamm. Er gehört zu den wenigen Pflanzen, die von Säugetieren bestäubt werden. Während seine blaue, wachsartige Kapselfrucht ungenießbar ist, kann man die jungen Blätter des Baumes der Reisenden durchaus essen.
Viele der weltbesten Sportler aus den Kategorien Boxen, Hochsprung und Baseball stammen aus Kuba. Auch bei den Olympischen Spielen haben es die Inselbewohner häufig bewiesen, denn viele der begehrten Medaillen wurden nach Kuba nach Hause getragen. Ana Fidelia Quirot - Silber im 800-Meter-Lauf in Barcelona 1992, Felix Savon - Gold im Schwergewicht in Atlanta 1996, und Angel Matos - Gold im Taekwondo in Sydney 2000 sind nur einige Beispiele. Vor allem im Baseball haben die Kubaner eine Leidenschaft entdeckt. Das weltweit beste Amateurteam kommt aus Kuba. Bei den Olympischen Spielen in Barcelona und Atlanta schnappten die kubanischen Spieler dem US-Team die Goldmedaillen vor der Nase weg. Der heutige Staatspräsident Fidel Castro hat in seiner Jugend selbst für sein Leben gern Baseball gespielt und wäre sogar beinahe in der US-Major League gelandet. Als Tourist sollte man nicht verwundert sein, wenn man auf Kubas Straßen eine Menschentraube sieht, die den Anschein macht als würden die Männer sich gleich prügeln. Sie diskutieren lediglich über Baseball - und das völlig friedlich.
Solche Männergrüppchen wie diese, die bei der Diskussion um das letzte Baseballspiel entstehen, gibt es auch aus anderen Gründen. So kann man beispielsweise in Cafés, auf Veranden und an Straßenecken solche Grüppchen antreffen. Denn hier widmet man sich der derzeit populärsten Freizeitbeschäftigung auf der Insel: dem Domino-Spiel. Rege diskutierende oder konzentrierte Männer sind dabei Programm. Touristen werden in Cafés nicht selten auf das klackende Geräusch der Dominosteine treffen. Das Beobachten der spielenden Kubaner kann durchaus amüsant sein.
Wer kennt diesen Hit nicht: "Guantanamera, guajira Guantanamera...". 1928 komponierte Joseito Fernández (1908-1979) das Lied für ein Mädchen aus Guantánamo, in das er verliebt war. Sechs Jahre später lief es erstmals im Radio und wurde sofort zum Ohrwurm der kubanischen Bevölkerung. 1962 fügte der aus Kuba stammende Musiker Héctor Angulo in New York den Text aus José Martís "Versos sencillos" - "einfache Verse" . hinzu. Weltruhm erlangte "Guantanamera", als Folksänger Pete Seeger es in der Carnegie Hall vortrug.
Yo soy un hombre sincero De donde crecen las palmas Yo soy un hombre sincero De donde crecen las palmas Y antes de morirme quiero Echar mis versos del alma
Chorus: Guantanamera, guajira Guantanamera Guantanamera, guajira Guantanamera
Mi verso es de un verde claro Y de un carmin encendido Mi verso es de un verde claro Y de un carmin encendido Mi verso es un ciervo herido Que busca en el monte amparo
ChorusCultivo la Rosa blanca En junio como en enero Cultivo la Rosa blanca En junio como en enero Para el amigo sincero Que me da su mano franca Chorus
Y para el cruel que me arranca El corazon con que vivo Y para el cruel que me arranca El corazon con que vivo Cardo ni ortiga cultivo Cultivo la rosa blanca
ChorusCon los pobres de la tierra Quiero yo mi suerte echar Con los pobres de la tierra Quiero yo mi suerte echar El arroyo de la sierra Me complace mas que el mar
ChorusDie reichen Kubaner, die nach der Verkündung der sozialistischen Republik auswanderten, konnten ihre teuren Autos natürlich nicht mitnehmen. Die, die ihre Wagen nicht zerstörten, ließen ihre Cadillacs, Pontiacs und Buicks zurück. Auch heute kann man einige solcher alten Autos noch auf den kubanischen Straßen rollen sehen. Vor allem Modelle aus den 40er und 50er Jahren kommen häufiger vor. Sollte man einmal keine der Nobelkarossen sehen, liegt es daran, dass in Kuba das Benzin gerade knapp ist.
María la Gorda ist ein Geheimtipp, wenn man in Kuba auf Tauchgang gehen möchte. Diese spektakuläre Unterwasserwelt, wo auch schon antike Wracks gesichtet worden sind, liegt im Südwesten der kubanischen Halbinsel Guanahacabibes in Pinar del Rio. In den etwa 40 Tauchplätzen der María la Gorda kann man Schwämme, glasklare Meeresgründe, eine riesige Wand mit Grotten, eine aktive Unterwasserfauna und die größte Kolonie der schwarzen Koralle in kubanischen Gewässern erleben. María la Gorda . zu deutsch "Maria die Dicke" bürgt viele Legenden um sich. Einer Version zufolge soll sie eine beliebte Venezolanerin gewesen sein, die mit Piraten Handel getrieben hat. Eines Tages wurde sie von Seeräubern entfürt und soll ihnen für die Freilassung ihren Körper zum Vergnügen angeboten haben. Später wurde sie sogar freigelassen und machte ihr vorangegangenes Schicksal zum Beruf: sie eröffnete ein Bordell für die einsamen Fahrer auf den vorbeiziehenden Schiffen. Einer anderen Sage nach, soll die das hübsche Mädchen von Piraten überfallen worden sein, als sie in einer Schenke in der kolumbianischen Stadt Cartenga arbeitete. Sie wurde nach Kuba entführt und sollte dort eine Bar und ein Badehaus leiten, wobei diese Bezeichnungen auf die in dem Hause eigentlich stattfindenden Dienstleistungen nicht ganz zutreffen. Die gut gebaute Dame erlangte großen Reichtum mit dem Geschäft. Zum Gedenken wurden ihre beiden schlagenden Argumente an der Küste in Stein gehauen. Die Gedenkstätte trägt den Namen "Las Tetas de María la Gorda", was übersetzt heißt: "Die Brüste von María der Dicken". In näherer Umgebung sollen sich unter Wasser ihr Vermögen und Piratenschätze befinden.