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Kubas Nationale VIPs

Kuba besitzt eine Vielzahl an nationelen Helden. Einige sind hier in biographischer Form aufgelistet, denn wer in Kuba Spanisch lernen möchte hat es leichter, wenn er ein wenig Bescheid weiß.

Che Guevara

Che Guevara

Am 14. Mai 1928 wird Ernesto Che Guevara, sein vollständiger Name lautet Ernesto Rafael Guevara de la Serna, in Rosario (Argentinien) geboren. Der Beiname „Che“ ist argentinisch und bedeutet „Kumpel“. Als Sohn in einer kleinbürgerlichen Familie beginnt er 1946 in Buenos Aires Medizin zu studieren. Dies tut er, um mehr über seine Asthmaerkrankung zu erfahren, die ihn sein Leben lang begleitet. Während des Studiums gewinnt er auf Reisen durch Süd- und Mittelamerika Einblicke in die sozialen Zustände lateinamerikaischer Länder. Er arbeitet zeitweise in Leprastationen. 1951 entschließt er sich, nach Costa Rica und später Guatemala zu gehen, um sich dort für bessere Lebensbedingungen der indianischen Bevölkerung einzusetzen. Obwohl er durch die marxistische Vorliebe seiner Mutter bereits in seiner Kindheit liberal geprägt worden war, entwickelt Che erst während seiner Reisen ein poltisches Bewusstsein: Er wird Anhänger des Marxismus und des Antiamerikanismus.

1955 trifft er zum ersten Mal Fidel Castro in Mexiko. Wenig später tritt er Castros Guerilla-Truppe bei. Folgend nimmt er an einem unter strengem Kommando stehenden Kurs in professioneller Guerilla Kriegsführung teil. Che wurde der beste Schüler und zugleich Lieblingsschüler des Kursführers und spanischen Captains Alberto Bayo. Im Juni 1956 werden die Auszubildenden der Kriegsspiele wegen verhaftet und Che muss eine einmonatige Haftstrafe absitzen. Ein halbes Jahr später ist er einer von 80 Revolutionären, die von Mexiko aus mit der Jacht „Granma“ nach Kuba aufbrechen. Als sie von Batistas Soldaten attackiert werden, gehört zu den wenigen Überlebenden. Im Kampf stellt er sein militärisches Geschick unter Beweis. Als erster Guerillo nach Commandante Fidel Castro wurde Che 1957 in den Rang eines Commandante einer Guerilla-Armee erhoben und übernahm die Führung der II. Kolonne. Im Dezember 1958 erlangt er seinen größten militärischen Erfolg mit der Einnahme von Santa Clara, als er Batista in die Flucht schlug. Am 3. Januar 1959 zieht er als Sieger in Havanna ein.

Nach dem Sieg der Revolution ist er ein wichtiges Mitglied der Regierung unter Castro. Ches Hauptaufgabe war inzwischen die Einführung des Kommunismus in Kuba geworden. Von 1961 bis 1965 ist er Industrieminister und kann somit die Bodenreform durchsetzen. Als Sonderbotschafter Kubas hat er Kontakt zu Staatsmännern aus Japan, Indien, Indonesien und Jugoslawien. Das Ausüben der Staatsämter eröffnete ihm die Möglichkeit, seinem Traum von der Schaffung eines „Neuen Menschen“ nachzugehen, welcher selbstlos, solidarisch und revolutionär war und materiellen Interessen entsagte. Che fing jedoch an, zunehmend das Interesse an der Arbeit als Politiker zu verlieren. Dazu trugen unter anderem auch bei, dass sich der Inselstaat nach Drängen der Sowjetunion 1964 wieder der Zucker-Monokultur zuwandte und Ches Pläne von einer Industrialisierung erst zehn Jahre später wieder aufgenommen werden sollten.

Nach Rückkehr von einer Reise durch Asien und Afrika, soll sich Che mit dem Commandante zerstritten haben. 1965 verlässt er Kuba und zieht in den Kongo und nach Bolivien um sich Aufständischen anzuschließen. Sein Ziel ist es, dort mit der Befreiung ganz Lateinamerikas vom amerikanischen Einfluss zu beginnen. Doch er findet nicht genug Rückhalt in der Bevölkerung um seine revolutionären Pläne durchführen zu können. Ein einfacher Soldat erhält einen Tag später, ohne dass es eine Gerichtsverhandlung gibt, den Befehl Che „zum Wohle des Staates“ zu exekutieren. Che Guevara wird am 9.Oktober 1967 erschossen. Seine legendären letzten Worte lauten „Schieß Feigling! Du erschießt einen Mann aus reiner Ehrfurcht vor dem Staat“. Seine Leiche wurde daraufhin an einem geheimen Ort vergraben. Erst vor einigen Jahren fand man die Überreste des Revolutionärs und überführte sie in die Stadt, mit deren Einnahme Che zu Lebzeiten seinen größten Triumph gefeiert hat: Santa Clara.

Einstige Helden Kubas

Carlos Manuel de Céspedes

Carlos Mauell de Céspedes

Carlos Manuel de Céspedes (* 18. April 1819 im kubanischen Bayamo, . 27. Februar 1874 in San Lorenz) war Freiheitskämpfer und Begründer der kubanischen Nation. Als Plantagenbesitzer forderte er das kubanische Volk 1868 dazu auf, gegen die spanische Kolonialmacht zu kämpfen. Er ließ sogar seine Sklaven frei und bewaffnete sie, damit sie sich dem Kampf anschließen konnten. Dieser Kampf war der erste Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien. De Céspedes wurde 1869 zum ersten Präsidenten der kubanischen Republik. Daher stammt auch sein volksmündlicher Titel "Vater des Vaterlandes". 1974 fiel der Freiheitskämpfer in einer Schlacht mit spanischen Kolonialtruppen.

Máximo Gómez

Máximo Gómez (* 18. November 1836 im dominikanischen Baní, . 17. Juni 1905 in Havanna) war ein wichtiger General im Unabhängigkeitskrieg Kubas von 1868-1898. Er konnte als oberster Befehlshaber der Revolutionsarmee Triumphe feiern, als diese die spanischen Truppen zurückdrängte. Gómez bekam Angebote für politische Ämter, die er jedoch stets ablehnte, da die USA die kubanische Republik dominierte. Er wollte aus seinen Erfolgen nie Profit schlagen und starb 1905 als armer Mann.

Antonio Maceo

Antonio Maceo Grajales (* 14. Juni 1845 in Santiago de Cuba, . 7. Dezember 1896 im kubanischen San Pedro) war Unabhängigkeitskrieger an Seite von De Céspedes und Gómez. Nach einem Friedensvertrag mit Spanien ging er 1879 zwischenzeitlich ins Exil nach Mexiko und Costa Rica. Seinen größten Erfolg konnte er erlangen, als er es schaffte den Guerillakrieg auf den Westen Kubas auszudehnen. Denn dort waren die spanischen Kolonialtruppen am empfindliichsten, da dort die Zuckerproduktion ansässig war. Außerdem ist es Maceo zu verdanken, dass dem Guerillakrieg der Aspekt der sozialen Gerechtigkeit hinzugefügt wurde. Nach über 900 Gefechten starb er im Dezember 1896 in San Pedro.


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