Die kubanische Regierung organisiert ihre staatlich kontrollierte Wirtschaft nach sozialistischen Prinzipien. Die meisten Produktionsmittel gehören zum Besitz der Regierung und rund 75% der Arbeitskräfte werden vom Staat eingestellt.
Kubas wichtigster Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft. Hauptsächlich werden Tabak, Reis, Bohnen, Kaffee und Kartoffeln angebaut. Kubas größtes Exportprodukt ist der Zucker. Die kubanische Wirtschaft hat sich noch immer nicht von der Wirtschaftskrise zwischen 1989 und 1993 erholt. Sie ist als eine Folge des Verlusts der wirtschaftlichen Unterstützung der Sowjetunion eingetreten und führte zu einem starken Abstieg der Bruttoinlandsproduktion.
Um die wirtschaftliche Situation zu verbessern, führte die Regierung 1994 marktwirtschaftliche Reformen ein, die den Dollar legalisierten, das Land für den Tourismus öffneten und ausländische Investitionen erlaubten. Dennoch sieht Castro Pläne für eine noch stärker zentralisierte Wirtschaft vor, was dazu führt, dass sich ein großer informeller Wirtschaftssektor gebildet hat, der etwa 40% der kubanischen Wirtschaft ausmacht.
Der Tourismus zählt inzwischen zu einem der wichtigsten Einkommenssektoren Kubas. Zu diesem Zweck wird viel Geld in die Errichtung touristischer Einrichtungen und in Sanierung historischer Gebäude investiert.